segment| e Asmus Tietchens, Bernd Schurer


  Donnerstag, 22.Feb.07
  Veranstaltungsraum
  Donnnerstag, 22. Februar 2007, 20h
Konzerte von Asmus Tietchens, Bernd Schurer

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Asmus Tietchens  Asmus Tietchens

Bernd Schurer  Bernd Schurer



Asmus Tietchens
 Asmus Tietchens

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  Der Komponist und Klangkünstler Asmus Tietchens wurde 1947 in Hamburg geboren. Als Kind lernte er Musique concrète und elektronische Komposition durch das Nachtprogramm des Norddeutschen Rundfunks kennen. 1964 begann er eine Ausbildung als Reedereikaufmann und Schiffsmakler; allerdings arbeitete er anschließend nie in diesem Beruf. Statt dessen war er ab 1968 als Werbetexter tätig. Seit 1975 ist er freier Musiker; 1980 erschien sein erstes Soloalbum. Daneben gibt er Seminare über Umweltaufnahmen an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

Tietchens hat vielfältigste akustische Quellen für seine musikalischen Verfahren erkundet, u.a. Wasser (Serie der Seuchengebiete, ab 1985), menschliche Stimmen (Von Mund zu Mund 1-3, 1999/2000) und manuell am Tonkopf vorbeigezogene Tonbänder (Daseinsverfehlung, 1992). Seit der Jahrtausendwende arbeitet er verstärkt mit dem Synthesizer, den er jedoch nur als reine Klangquelle für seine reduktionistisch verknappten Kompositionen nutzt (Mengen-Serie, ab 2000). – Darüber hinaus existiert bei Tietchens ein ausgeprägt musikparodistischer Ansatz, der sich u.a. in der Betitelung einzelner Stücke, aber auch in der Gestaltung ganzer Alben äußert.

Tietchens' Arbeit ist ein skeptischer Gestus zu eigen, der sich nicht zuletzt in den regelmäßigen Zitaten des Philosophen E.M. Cioran auf seinen Tonträgern zeigt. Er hat sich mehrfach in Essays zu seiner Arbeit und dem entsprechenden musikalischen Umfeld geäußert (z.B. Bekenntnisse eines ehemaligen Soundscapers, 2005).

Bislang wurde Tietchens zweimal der vom Südwestrundfunk (SWR) gestiftete Karl-Sczuka-Preis verliehen: 2003 für die Heidelberger Studien 1-6 und 2006 für Trois Dryades.


Till Kniola ist Herausgeber und Inhaber des Musikmagazins und Klangkunstlabels „aufabwegen“. Er ist seit 2002 künstlerischer Leiter des Kulturbunkers Mühlheim in Köln und ist in sehr unterschiedlichen Kontexten als Kurator für elektronische und Neue Musik tätig. Kniola arbeitet seit 1999 mit Asmus Tietchens zusammen und hat dessen Werkmonografie verlegt. Er bestreitet seit 1997 Auftritte mit Geräuschcollagen als DJ Zipo.


Bernd Schurer wurde 1970 in Zürich geboren. Nach einem Studium der Philosophie, Film- und Musikwissenschaften an der Universität Zürich und der Ausbildung im Bereich der Bildenden Kunst an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Luzern fokussierte er sich zunehmend auf die Arbeit mit digital erzeugten und verabeiteten Klängen. Vom
Klavier herkommend, aber als weitgehender Autodidakt im Bereich der Musik und Computerwissenschaften, arbeitet er hauptsächlich als freier Komponist im Feld der zeitgenössischen Elekroakustischen- und der Computermusik. Neben eigenen kompositorischen Arbeiten und Tonträgerveröffentlichungen sind Bühnenmusiken und Filmmusik entstanden, sowie interdisziplinäre und kollaborative Arbeiten im Feld der Kunst und Medieninstallation, welche auch im internationalen Kontext Beachtung fanden. Schurer betreibt seit 1998 zusammen mit Marcus Maeder das Musiklabel domizil.
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