Signal Quintet und Katsura Yamauchi


  Donnerstag, 08.Mai.08 - Freitag, 09.Mai.08
  Ausstellungsraum
  Jason Kahn: percussion, analog synthesizer
Tomas Korber: guitar, electronics
Norbert Möslang: cracked everyday electronics
Günter Müller: ipod´s, electronics
Christian Weber: contrabass
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Katsura Yamauchi: saxophones

Signal Quintet brings the crème de la crème of this Zurich scene, under the leadership of Jason Kahn, whose music career is a case study for the transformation that has been shaking up free improvisation for a decade.
  Christian Weber 
  Jason Kahn 
  Tomas Korber 
  Norbert Möslang 
  Günther Müller 
  Katsura Yamauchi 
  Konzert Donnerstag, 08.Mai.08, 21.00
  Konzert Freitag, 09.Mai.08, 21.00
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 Signal Quintet mit Katsura Yamauchi

 Signal Quintet

 Katsura Yamauchi

 



 Signal Quintet mit Katsura Yamauchi

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  Das Signal Quintet vereinigt die creme de la creme der Zürcher Szene. Die Sechs folgen in geschlossener Formation einem dröhnminimalistischen Kurs, der als ganzes eintönig, spannungsarm und willensfrei durch Raum und Zeit quillt und sickert. In sich aber bündelt dieser Klangstrom eine Fülle von knisternden Fünkchen, winzigen Zirpklängen, sanft wummerndem Feedbackgedröhn und stechendem Fiepen. Der akustische Äther, als der dieser Klangstrom sich darstellt, wirkt wie ein Kondensat aus elektromagnetischen und Funkwellen, ein anfänglich heller dann dunkler gefärbtes, aus atmosphärischem Rumoren und zivilisatorischem Wellensmog gemischtes Frequenzspektrum, ins Hörbare verschoben. Obwohl die Interpreten alles andere als Nobodies sind im Feld der elektroakustischen Diskretion, verschmelzen sie hier anonym zu einer Einheit, allerdings keiner molaren, sondern einer, die ihr molekulares Innenleben durchschimmern lässt. Kahn betrachtet Timelines ausdrücklich als eine ‚soziale Musik‘, die nur im speziellen Kontext mit diesen speziellen Musikern funktioniert. Für einen durch File-under-popular- & Rock-in-Opposition-Vorstellungen geprägten Kopf ist - ähnlich wie das ‚politische Modell‘ von Improvisation bei Post No Bills - ein solcher Rückschnitt des ‚Sozialen‘ auf die In-Group und auf Klang-Raum-Zeit-Binnenwirkungen Teil des Paradigmenwechsels ins Aporetische und Bescheidene. Es gibt noch Minisender und Medien, aber mit dem Utopieverlust sind die Empfänger, die ‚Ansprechpartner‘, wie in der Müllverbrennungsanlage entsorgt. Alles rauscht und wir rauschen mit.
 
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