Trio Leimgruber Demierre Phillips


  Samstag, 26.Sep.09
  Ausstellungsraum
  26. September 2009, 20:30 Uhr

Konzert: Trio Leimgruber Demierre Philips

Urs Leimgruber, Saxophon
Jacques Demierre, Klavier
Barre Phillips, Kontrabass

Seit Jahren arbeitet der gebürtige Schweizer und Wahlpariser mit seinem drummerlosen Trio: mit Barre Phillips am Bass und mit Jacques Demierre am Flügel. Und geht damit - Evan Parker sagt es in den kurzen «liner notes» - den langen Weg zum legendären Jimmy Guiffre Trio zurück.
  Konzert Samstag, 26.Sep.09, 20.30
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  Seit Frühjahr 2000 ist das Trio an über 100 Konzerten in Europa, Kanada, USA und Japan aufgetreten. Als Solisten von Weltrang hat man sie in voller Freiheit erlebt. Als Trio praktizieren sie die perfekte Demokratie. Phillips, eine der lebenden Legenden des Jazz, wählt mit blitzendem Bogen stets die richtige Antwort auf die Schattenattacken von Demierre und auf Leimgrubers Anflüge von Virulenz. Unerschütterlich setzt er seine Akzente im Dialog zwischen Schweigen und Explosion. Zwischen drei Musikern, die die Lust an Un-, Aus- und Überfällen so vollständig teilen, wird Improvisation von selbst zum lebendigen Prinzip.

Urs Leimgruber zählt zum engsten Kreis der zeitgenössischen, improvisierten Musik in Europa. Durch neue Spieltechniken und seinen erweiterten Saxophonklang hat er Bedeutendes zur Entwicklung seines Instruments beigetragen. Er hat langjährige Erfahrung im Bereich zeitgenössischer Improvisation, Komposition, Jazz und Neuer Musik. «Sein Spiel wirkt beinahe entinstrumentalisiert, befreit von Nebenbedeutungen und auch in der komplexen Gestaltung auf unerwartete Weise pur. Ein klingendes Manifest, ein tönender Daumenabdruck, eine Soundkarte mit einem unverwechselbaren, nur mit persönlichem Atem einzugebenden Code.» (Bert Noglik, CD Blue Log) Konzerte und Aufnahmen zusammen mit Joëlle Léandre, Marilyn Crispell, Fred Frith, Michel Doneda, Keith Rowe, Steve Lacy u.a. Projekte mit dem Philharmonischen Bläserquintett Berlin und dem ARTE Saxophon Quartett.

Jacques Demierre bewegt sich im Bereich komponierter und improvisierter Musik, Jazz, Lautpoesie, Performance und initiiert Projekte mit Klanginstallationen. Er schreibt Musik für Theater, Tanz und für zeitgenössische Kammerensembles. Konzerte und Aufnahmen weltweit mit Irène Schweizer, Joëlle Léandre, Martial Solal, Axel Dörner, Urs Blöchlinger, Hans Koch, Sainko Namtchylak, Sylvie Courvoisier, Barry Guy u.a. und regelmässig als Solist. Zusammenarbeit mit Vincent Barras im Bereich Sprache und Performance. «Man muss sich wohl daran gewöhnen, dass sich immer öfter Musiker gleichermassen sicher und ausdruckstark im Bereich improvisierter Musik, des Jazz wie der (notierten) E-Musik bewegen. Die Improvisationen des schweizerischen Pianisten (…) jedenfalls sind pianistische Kleinodien, störrisch funkelnde Meisterwerke, mit einer borstigen Brillanz und eigensinniger Eleganz gespielt (…).» (Jazz Podium)

Als Komponist und Performer arbeite Barre Philips im Bereich von Film, Tanz und Theater und ist Teil der internationalen Jazz- und Improvisationszene. Er schrieb die Musik für diverse Filme von Robert Kramer, Jacques Rivette, Wiiliam Friedkin, Marcel Camus u.a. und Partituren für die Tänzerin Carolyn Carlson an der Oper in Paris. Seine langjährige, musikalische Erfahrung umfasst diverse Musikstile, von Coleman Hawkins bis Derek Bailey. In den 70er Jahren spielt er zusammen mit John Surman und Stu Martin in der legendären Gruppe «The Trio», mit welcher er weltweit auftrat. Er gibt Solo-Konzerte und leitet Workshops. Aufnahmen und Konzerte u.a. mit Archie Shepp, Lee Konitz, Chick Corea, George Russel, Ralph Towner, Charlie Mariano, Anthony Braxton, Evan Parker, Michel Portal, u.a. «Barre Phillips ist ganz einfach der hervorragendste Bassist… er hat eine Technik eines grossen klassischen Musikers und ein «feeling» eines Mingus.» (Richard Williams, Melody Maker)
 
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