Lange Nacht der Museen


  Samstag, 06.Sep.03 - Montag, 15.Sep.03
  Samstag, 6. September 2003,
Die 'Lange Nacht der Museen' ist im Kunstraum Walcheturm der zeitgenössischen Musik gewidmet:

19.30h - 21:45h
Jürg Frey, Klarinette / Craig Shepard, Posaune / Jogrim Erland, E-Gitarre
Marcus Kaiser, Violoncello / Tatsuto Suzuki, Dirigent
spielen Kompositionen von:
John Cage / Atlas Eclipticalis (1961-62) , Craig Shepard / Wind (3) (2002)
Craig Shepard / Michael (2003) UA

22h - 22:33h
Bernd Schurer: 33/33
imaginary promenade trough 33 years of sounding history in 33 minutes.
composition for 4 channel tape.

22h45-23:30h
Softland (SM): Electronic Live Set

23h45-0:30h
rm74 (domizil): Electronic Live Set
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 Christof Steinmann

 Reto Mäder

 



 

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  Die 'Lange Nacht der Museen' ist im Kunstraum Walcheturm der zeitgenössischen Musik gewidmet:

Der Abend beginnt mit einer kammermusikalische Fassung von John Cages Atlas Eclipticalis vom Anfang der sechziger Jahre und zwei Erstaufführungen von Craig Shepard. Der 1975 in Connecticut, USA geborene Shepard hat als Posaunist u.a. mit Christian Wolff, Merce Cunningham Dance Company und Collegium Novum Zürich gearbeitet und lebt seit 2001 in Zürich. Für Atlas Eclipticalis pauste Cage astronomische Sternkarten auf Notenblätter durch, jede Note repräsentiert einen Stern. Den drei Kompositionen ist eine reduzierte Sprache gemeinsam, sowie, dass sie äusserst leise vorgetragen werden.

Danach:

Bernd Schurer:
*1970, Zürich.
Komponist und Performer elektro-akustischer und computer-gestützter Musik;
Arbeiten im Bereich Film, Theater und zeitgenössischer Musik. Betreibt zusammen
mit Marcus Maeder "domizil", Label und Plattform für elektronische Musikkultur.
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SOFTLAND / Christof Steinmann
* 1972 Luzern
1994-98 Studium Audiovisuelle Kunst in Amsterdam
Seit 1997 Installationen (Bild/Ton)
Seit 2000 Teil des Electronica-Label-Kollektivs Spezialmaterial
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«Softland creates an uneasy dreamy landscape by juxtaposing long chains of melody with dissonant random bursts of percussion and pulsing, at times ominous, pads.» (elizabeth wells, absorb.org)

Das zugrundeliegende Soundmaterial stammt aus Fieldrecordings, alten Kassetten, wissenschaftlichen Geräuschsammlungen, mässig beherrschten akustischen Instrumenten, Softwaresynthese und Klangbearbeitung.

Pendelnd zwischen ironischer Distanz und Hingerissenheit, höre ich der Maschine zu und greife am Laptop wählend, akzentuierend oder komponierend ein.

Zufallsalgorithmen und missbrauchte Software werden benutzt, um zu unerwarteten Strukturen und zu kommen und die Fähigkeit des Computers, sogenannte Fehler und Unregelmässigkeiten haargenau zu reproduzieren wird begeistert benutzt.

Das Resultat der Arbeit ist alles andere als homogen: Es entstehen freundliche, melodiöse und rhythmusgeprägte Tracks, aber auch noisig-filigrane und befremdliche Soundscapes oder Elektro-Surrogate an der Grenze zum Kitsch.
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Reto Mäder/rm74
(Bern, *1974)
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tummelt sich am äusseren Rand einer Musik, welche sich zwischen experimenteller Elektronika und konkreten Klangverflächtungen abspielt. Live verbindet er digital erarbeitete Grundstrukturvariationen, aus seinen beiden Veröffentlichungen auf dem Zürcher Label Domizil, mit Echtzeitbearbeitungen von Klavierübungen und durch Strom generierte Klangereignisse. Daraus ergibt sich ein komponiertes, dynamisches Muster welches zwischen wuselnder Strenge und absurder Unterhaltung auch immer wieder selbstlose, kleine Melodien zulässt.
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