Favre/Blaser/Schaufelberger


  Freitag, 10.Dez.10
  Veranstaltungsraum
  Konzert/Doppel CD-Vernissage: Favre/Blaser/Schaufelberger «Albatros» & «Vol à Voile»

Pierre Favre, Schlagzeug
Philipp Schaufelberger, Gitarre
Samuel Blaser, Posaune

Pierre Favre, der Poet der Perkussion und Pionier eines zur Melodie und zur Klangmalerei befreiten Schlagzeugspiels zur Vernissage im Walcheturm.
  Konzert Freitag, 10.Dez.10, 20.30
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  Kaum ein anderer Schlagzeuger spielt so aus dem Körper heraus, aus unterschiedlichsten Spielhaltungen, mal haut er frech und vorwitzig drauf, dann wieder lässt er seine Schlegel zögernd und nachdenklich niederfallen, hier liebevoll, zärtlich, als wolle er die Klänge aus den Instrumenten herauskitzeln, dort mit hintersinnigem Spielwitz, als könne er seine Trommeln und Becken überlisten, ihm Klänge preiszugeben, von denen sie selber nichts ahnten. Akribisch wie kein anderer hat er jedes seiner Becken, jede Trommel, jeden Gong und jede Pauke untersucht, wo sich jedem Instrument welcher Klang entlocken lässt, wenn man es mit Trommelstöcken, Zymbalklöppelchen und Paukenschlegeln, mit Stricknadeln oder Reisigbesen anschlägt, streicht oder streichelt, kratzt und schabt.

Auf seinen aktuellen Duoproduktionen «Albatros» & «Vol à Voile» trifft sich der brillante Rhythmiker Favre mit einem alten und einem neuen Freund, dem Gitarristen Philipp Schaufelberger, mit dem er seit Jahren arbeitet, und dem Posaunisten Samuel Blaser, mit dem er die jurassische Herkunft teilt. Mit Schaufelberger ist ein tiefes Einverständnis zu spüren, die beiden dringen gemeinsam in die Tiefen der Klänge vor. Favre, der subtile Grandseigneur des Schlagzeuges, spielt in seiner unnachahmlich reduzierten Art alles Notwendige aber eben nicht mehr. Dieses Mehr muss dann vom Partner, dem Gitarristen Schaufelberger, der ja auch kein ‹lauter Blender› ist, sondern ein Stiller seiner Zunft, mit dem Gespür für das Essentielle kommen.

Mit Blaser funktioniert die Kommunikation anders, man wirft sich die Ideen zu und reagiert darauf, eine lebhafte Diskussion entsteht, die immer wieder auch Haken schlägt. Es ist ein Ausloten von Optionen, eine Kommunikation von Menschen, die sich offenbar mögen und sich das musikalisch mitteilen. Zwei Blicke auf die Kunst des Altmeisters und zwei Entdeckungen in der jüngeren Schweizer Szene.


 
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