Ensemble Werktag:  Shattered Grid


  Sonntag, 18.Nov.12
  Ausstellungsraum
  Ensemble Werktag

Tobias Gerber (Saxophon), 
Sebastian Hofmann (Schlagzeug)
Rafael Rütti (Piano)

Im Zentrum des Programms Shattered Grid stehen zwei Auftragskompositionen für Triobesetzung (Sax, Piano, Schlagzeug), die in Zusammenarbeit mit den beiden Schweizer Komponisten Alex Buess und Antoine Chessex realisiert wurden.

Alex Buess und Antoine Chessex repräsentieren zwei unterschiedliche Generationen von Schweizer Musikern und sie beide sind Grenzgänger zwischen Neuer Musik, freier Improvisation, Noise und Hardcore. Das kompositorische Schaffen stellt bei Buess wie bei Chessex einen Teilbereich der musikalischen Aktivitäten dar und ist stark geprägt von der Arbeit in unterschiedlichsten musikalischen Feldern und Zusammenhängen. War es Werktag von Anfang an ein Anliegen, die eigenen musikalischen Hintergründe und Interessen, die ähnlich breit gestreut sind wie bei Buess und Chessex, explizit in die Ensembletätigkeit einzubringen, so liegt darin ein entscheidender Grund für die Auswahl der beiden Komponisten: Die Erprobung zeitgenössischer komponierter Musik jenseits eines durch Konventionen abgesicherten Selbstverständnisses. Eine wichtige Rolle wird auch in Shattered Grid wieder der Elektronik beikommen, die ein fester Bestandteil der musikalischen Praxis von Werktag darstellt.
  Sebastian Hofmann 
  Tobias Gerber 
  Rafael Rόtti 
  Konzert Sonntag, 18.Nov.12, 20.30
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  Neben den Kompositionen Shattered Grid (Buess) und Furia (Chessex) gehören zwei weitere Komposition zum Programm: N.S. von Alex Buess aus dem Jahr 1995 für Schlagzeug-Solo und Live-Elektronik ist eine wildes lautes Stück Musik, das in seiner Ästhetik wie auch in den Schlagzeugtechniken Referenzen an Heavy-Metal und Hardcore macht. Der Kontrast zu ... sofferte onde serene ... von Luigi Nono aus dem Jahr 1976 könnte kaum grösser sein: Klavierklänge verschmelzen darin mit aufgezeichneten Tonbandklängen und eröffnen eine zuweilen melancholisch-düstere Klangwelt. Klavier und Tonband bilden zwei klangliche Ebenen, die sich manchmal abstossen, manchmal überlagern, zuweilen fast ununterscheidbar werden und faszinierende Klangräume eröffnen.

Dass Nono in dem Programm nicht Fremdkörper bleibt, das wird sich klingend und hörend erweisen!


Das Ensemble Werktag, bestehend aus Tobias Gerber (Saxophon), Sebastian Hofmann (Schlagzeug) und Rafael Rütti (Piano) realisiert zeitgenössische Musik im Spannungsfeld von Komposition und Improvisation. Werktag widmet sich den Werken «grosser» Namen der Neuen Musik, wie z.B. im Projekt Zimmerstunde (2011), welches Werke von Vinko Globokar, Iannis Xenakis oder Olga Neuwirth umfasste. Ebenso setzt sich das Trio für die Aufführung von Kompositionen weniger etablierter KomponistInnen ein und ist improvisatorisch tätig.

Werktag ist weniger Trio als ein Kleinst-Verbund von Musikern, der die geschlossene Kammermusikformation «Trio» zuweilen bewusst aufbricht. So lotete Werktag im Programm Zimmerstunde die Möglichkeiten verschiedener Duo-Besetzungen aus und sucht gezielt Anschlüsse gegen aussen – in der engen Zusammenarbeit mit Komponisten oder in möglichen Erweiterungen durch MusikerInnen in künftigen Projekten.
 
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