ensemble für neue musik zürich


  Freitag, 30.Okt.15 - Samstag, 31.Okt.15
  Freitag 30 & Samstag 31 Oktober 20:00h

NEUE WERKE von
CHRISTOPH COBURGER und SEBASTIAN GOTTSCHICK

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner Flöten
Manfred Spitaler Klarinetten
Viktor Müller Klavier
Lorenz Haas Perkussion
Daniela Müller Violine
Nicola Romanò Violoncello

Anna Trauffer Stimme

Sebastian Gottschick Leitung

[http://www.ensemble.ch/]
  Konzert Freitag, 30.Okt.15, 20.00
  Konzert Samstag, 31.Okt.15, 20.00
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  ZUHOEAN
von CHRISTOPH COBURGER und SEBASTIAN GOTTSCHICK

Raum Zeitung Liebe Jahrzehnt Gegend Eigentum Schlaf Poesie Arbeit Reise
Größe Leben Klappe Mensch Wüste Eigenart Weg Kind Unwucht ZUHOEAN
Anspruch Ballung Gehen Kritik Sachen Moment Rede Tuch Film Welt
Punkt Stellung Haufen Wirkung Kahn Wendung Handel Vater Bahnfahrt Zustand
Öffnung Ende Zeit Straße Abend Haut Wert Fall Schwarz Wort.

ensemble für neue musik zürich

Hans-Peter Frehner Flöten
Manfred Spitaler Klarinetten
Viktor Müller Klavier
Lorenz Haas Perkussion
Daniela Müller Violine
Nicola Romanò Violoncello

Anna Trauffer Stimme

Sebastian Gottschick Leitung

Eine Frau sitzt am Tisch in der Nähe eines großen Kühlschranks und übt und schreibt und baut für ihre ZUHOERA. Sie schmiert und isst und schreibt und spielt und läuft und singt was das Zeug hält. Kein Bach, Gottschick, Purcell, Schaufelberger, Vulpius, oder Coburger ist vor ihr sicher. Gestochert wird mit der Stimmgabel in abgelaufenen Walsergedichten - Pudding. Die Eieruhr klingelt verspätet - Garstedter Dämmerung. Schneiden tut unser Goldstück alles, was das Klavier verändert - Toast Hawaii. Licht kommt aus dem Theaterhimmel - Grand Vin de Bordeaux. Das begabte Kind blättert sich durch das Klanggestrüpp der modernen Moderne und findet Schnipsel, Scherzi, Bauten, Blasmusiken, Fragmente, Kanons, heiße Luft, schnelle Veränderungen, hohe Stimmen, morsche Stücke, flotte Trios, und Haufen von Quintparallelen nach Texten von Dichtern und ohne solche. Seien Sie öffentlich. Werden Sie Mitglied. Lassen Sie sich verändern.

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Angeblich wächst die Sentimentalität mit dem Alter, aber das ist Unsinn.
Mein Blick war von Anfang an auf die Vergangenheit gerichtet.
Als in Garstedt das Strohdachhaus abbrannte, als meine Mutter mir
die Buchstaben erklärte, als ich Wachsmalstifte zur Einschulung bekam
und als ich in der Voliere die Fasanenfedern fand, immer dachte ich zurück,
und immer wollte ich Stillstand, und fast jeden Morgen hoffte ich,
die schöne Dämmerung würde sich noch einmal wiederholen
 
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