Winston/ Goepfert spielen Berger/ Essl/ Chessex


  Montag, 28.Nov.16
  Juna Winston, Posaune
Coleman Goepfert, Gitarren

Den Programmschwerpunkt bilden neben Gary Berger's Dauerwelle für Gitarre, Tonbänder und Elektronik die Uraufführungen exit*glue von Karlheinz Essl und Entwerkung von Antoine Chessex.

Karlheinz Essl exit*glue (2016, UA)

Gary Berger Dauerwelle (2004)

Michael Baldwin a kind of nostalgia (2014)

Cory Ryan Nou_s/Diripio (2014)

Antoine Chessex Neues Auftragswerk (2016, UA)

Eintritt (15.- / 25.-)
  Konzert Montag, 28.Nov.16, 20.30
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  In der Dauerwelle „stehen die differenzierten Spiel- und Artikulationsweisen der Gitarre in einem kammermusikalischen Kontext zu den drei eingesetzten obsoleten, elektro-mechanischen Tonbandmaschinen, welche als weitere kaleidoskopische, klangliche Ressourcen zu verstehen sind“ (Gary Berger). Während der kammermusikalische Dialog in beiden Werken exit*glue und Entwerkung folglich zwischen der elektrischen Gitarre und der Posaune stattfindet, wird in beiden Kompositionen dieser Diskurs auf eine sehr unterschiedliche und individuelle Art und Weise vorangetrieben.

Antoine Chessex zwingt die Interpreten bis an ihre physikalischen Grenzen, um einen sehr kraftvollen und intensiven Klang zu kreieren. Daraus entsteht eine sehr bedrohliche Stimmung, die an das aktuelle Zeitgeschehen erinnert. Achtung Drohnen!

Ganz anders ist die Herangehensweise von Karlheinz Essl. Seine Komposition ist ein Klangdrama, vorgetragen von zwei Protagonisten – einer Posaune und einer elektrischen Gitarre – die nicht viele Gemeinsamkeiten aufweisen: ein durch blasen vorangetriebenes Blechinstrument und ein elektrisches Zupfinstrument könnten unterschiedlicher kaum sein. Trotzdem versuchen beide Interpreten, durch verschiedene Strategien, sich einander anzunähern, um eine Verschmelzung ihrer Klangwelten entstehen zu lassen (GLUE). Es folgen Situationen, in denen beide versuchen sich loszulösen, um ihre individuellen Fähigkeiten zeigen zu können (EXIT). In diesem Stück wird das Verstärkersystem der Gitarre modifiziert, um näher an die Klangeigenschaften der Posaune heranzukommen. Anstelle eines Gitarrenverstärkers wird die Gitarre mit einem Posaunenbecher verbunden!

Das Duo Juna Winston, u. a. Mitglied des Collegium Novum Zürich und Coleman Goepfert widmen sich seit Abschluss ihres Studiums ausschliesslich der zeitgenössischen Musik. Sie freuen sich die oben erwähnten, in Auftrag gegebenen Kompositionen in der Schweiz und Österreich zur Uraufführung zu bringen.
 
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