The Bow: Kondo Toshinori, Helen Gillet & Simon Berz


  Samstag, 30.Jun.18
  30. Juni 2018, 22:00 Uhr

Kondo Toshinori (Tokyo), tr/efx
Simon Berz (Zürich), dr/efx
Helen Gillet (New Orleans), clo/efx

THE BOW. Ein Bogen zwischen Ost und West - zwischen akustischer und elektronischer Musik. Das Trio THE BOW verbindet asiatischen Trompetenklang mit den sphärischen Loops des Cellos aus New Orleans. Gespannt wird der Bogen durch die Kraft des Rhythmus und die energetischen Interaktionen von Simon Berz. Tradition - Innovation - Sozialisation, die drei Triebfedern des Jazz, oszillieren in den Performances von THE BOW und zelebrieren den Moment der Improvisation.

Der Schlagzeuger Simon Berz arbeitet seit 2009 mit der in New Orleans wohnhaften, belgischen Cellistin Hellen Gillet. Ihr Duo The Shaking Souls tourte in den USA und Europa. Hellen Gillet verwendet Effekte und Looppedals sehr virtuos und pendelt in ihren Improvisationen und Songs locker zwischen Chansons, New Orleans Grooves und sphärischer Sinnlichkeit. In New Orleans kollaborieren die beiden in unterschiedlichen Zusammensetzungen, u.a. mit Aurora Nealand, James Singelton, Brain Haas und der Schlagzeugerin von Beyoncé, Nicki Glasspie.
Der japanische Trompeter Kondo Toshinori verstärkt seine Trompete wie Simon Berz sein Schlagzeug elektroakustisch manipuliert, was die beiden zusammenführte und verbindet. Ebenso verbindet sie die Lust, Sounds in der Natur zu spielen. 2017 tourten sie durch Japan. 2019 erscheint ihre erste gemeinsame LP.

Eintritt: CHF 30.- / 20.-
   detailed description 











 
  Kondo Toshinori
* 15. Dezember 1948 in Imabari, Präfektur Ehime, Japan, ist ein Trompeter der Jazzavantgarde und der Fusionsmusik.

Kondos erste Einflüsse im Jazz waren Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Miles Davis.

In den 1970er-Jahren kam er von Japan nach New York, wo er mit den Mitgliedern der Downtown-Szene zusammenarbeitete, mit Bill Laswell und John Zorn. 1978 spielte er mit Derek Bailey. Sein erstes Soloalbum entstand 1979. Im gleichen Jahr trat er mit Eugene Chadbourne auf dem Total Music Meeting auf. 1981 war er erstmals Mitglied in einem Projekt von Peter Brötzmann. 1982 trat er mit Paul Lovens und dem Globe Unity Orchestra auf. In den 1980er-Jahren kehrte er nach Japan zurück und gründete die Gruppe IMA, mit der er sehr erfolgreich war. Daneben spielte er im Jam Rice Sextet (mit Yosuke Yamashita, Akira Sakata, Gerald Ohshita, Hideaki Mochizuki und Shota Koyama), das 1986 das Album Jam Rice Relaxin‘ live einspielte. Seit 1992 gehört er zu Brötzmanns Die Like a Dog-Quartett, später auch zu dessen Chicago-Tentett. Er spielte mit Tristan Honsinger und liess sich schliesslich in Amsterdam nieder, wo er heute lebt. 2002 organisierte er in Hiroshima ein grosses Friedensfestival für den Dalai Lama.

Bekannt ist Kondo vor allem für seine Fusion von Free Jazz-, Noise- und elektronischer Musik. Hier arbeitet er mit Musikern wie DJ Krush und Tom Cora zusammen. Er wurde zu Aufnahmen der United Future Organization, wie auch der Jazzkantine beigezogen. Daneben verfasst er Musik für japanische Kriminalfilme. 2017 spielte er mit Peter Brötzmann und der amerikanischen Pedal-Steel-Gitarristin Heather Leigh in einem Trio. Simon Berz veröffentlicht zusammen mit Kondo Toshinori aktuell eine Duo CD.

Helene Gillet
Die Jazz-Cellistin, Sängerin, Komponistin und Improvisatorin Helen Gillet wuchs in Belgien, Singapur, Chicago und Wisconsin auf. Mit ihrem eigenen vielseitigen Mix aus französischem zeitgenössischem Jazz, nordindischem Stil, Blues und Klassik hat Gillet seit ihrer Ankunft 2002 einen Weg für das Cello in der New Orleanser Musikszene beschritten und viele Preise als beste weibliche Performerin gewonnen, u.a. 2011, 2012 und 2014 den Gambit Big Easy Awards.

Simon Berz
Seine Arbeiten in experimenteller und improvisierter Musik, in Klangkunst und neuen Aufführungsformen zielen auf Innovation, Interaktion und Partizipation hin. Simon Berz ist Schlagzeuger und Klangkünstler. Ausgehend von improvisierter Musik kreiert er in seinen Performances und Kompositionen Brücken zu bildender Kunst, Tanz, Film. Seine Arbeiten sind in Offspaces genauso zu Hause wie im öffentlichen Raum, in Clubs, Galerien oder Konzertsälen. Die Entwicklung von Instrumenten, Klang(-kunst)installationen und Performances beschäftigt ihn seit seiner Jugend. Sie basiert auf Zuhören und Beobachten, Klang- und Materialforschung, auf Umsetzen experimenteller Formate und deren ästhetische Vermittlung. Neben der Entwicklung einer eigenen rhythmischen und klanglichen Sprache mittels des elektroakustisch manipulierten Schlagzeugs «Rocking Desk» entwickelte Simon Berz das «Lithophon». Klingende Steine, die er elektronisch verstärkt und verfremdet, wobei die Klänge durch Tropfen aus Infusionsbeuteln erzeugt werden. 2011 wurde die Klanginstallation mit dem «Werkjahr des Kantons Zug» ausgezeichnet.
 
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