Ensemble für Neue Musik Zürich - Die Nacht der blauen Büffel


  Dienstag, 11.Jun.19 - Mittwoch, 12.Jun.19
  11. & 12. Juni 2019, jeweils 21:00 Uhr

Eine Koproduktion von
ensemble für neue musik zürich
Ensemble Grünes Blatt
Vokalensemble Zürich

Piranda Ensemble:
Irina Ungureanu, Sopran
Urs Weibel, Altus
Daniel Bentz, Tenor
Chasper Curo Mani, Bariton
Tiago Mota, Bass

ensemble für neue musik zürich:
Hanspeter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Matthias Spillmann, Trompete
Sebastian Hofmann, Schlagzeug
Urs Vögeli, E-Gitarre
Raphael Loher, Klavier
Daniela Müller, Violine
Nicola Romano, Violoncello
Dominique Girod, Kontrabass

Peter Siegwart, Leitung

Michael Eigenmann, Lichtkonzept

Dominique Girod - Die Nacht der blauen Büffel, UA

Die drei Ensembles planen zusammen mit der rumänischen Sängerin Irina Ungureanu ein abendfüllendes Programm mit Gedichten aus dem Zyklus «Piranda» des siebenbürgischen Lyrikers Georg Scherg: Die Vertonungen der Gedichte durch den Zürcher Komponisten Dominique Girod für Sopran, vier Männerstimmen und 2 Instrumentalensembles werden verwoben mit Improvisationen, Bearbeitungen sächsischer Volksmusik aus Siebenbürgen, ebenso mit Volksmusik und mit alten monodischen Gesängen aus Rumänien.
   detailed description 











 
  Sich selber überrollende Rhythmen und Sprachkaskaden von greller Buntheit wechseln sich in Georg Schergs Gedichten mit Bildern von hypnotischer Tiefe ab, die aus Träumen entsprungen zu sein scheinen.
Die Herausforderung beim Vertonen dieser „Lieder“ besteht darin, die in ihnen bereits vorhandene musikalische Substanz nicht zu zerstören, sondern heraus zu schälen und zu Geltung zu bringen.
Die Kombination der drei Ensembles eröffnet ein Forschungsfeld und zugleich einen verlockenden Fantasieraum an der Schnittstelle zwischen Komposition, Interpretation und Improvisation.
Rumänische Volkslieder beschäftigen «Grünes Blatt» und die in Bukarest geborene Sängerin Irina Ungureanu seit Jahren. Im Umgang mit diesem archaischen Volksgut werden verschiedene kammermusikalische Situationen ausgelotet, Extreme gesucht, einander gegenüber gestellt und wieder vereint. Das Elementare und Schlichte mit dem Ausgefeilten, das kompositorisch Festgelegte mit dem Freien, das Heftige und Raue mit dem Zarten, das Traditionelle mit dem Neuen. Schergs Lyrik, die zwischen purer Lust an improvisatorischer Bewegungsenergie und sorgfältig komponierter Klangkunst pendelt, findet auch in der Musik ihre Entsprechung.
Dominique Girod
Durch die unterschiedlichen musikalischen Herkünfte der Beteiligten erhält dieses Projekt eine besondere Farbigkeit. Die Nacht der blauen Büffel mäandert von rumänischer Volksmusik zu neuer Musik, von Rock zu Jazz und freier Improvisation, ohne sich jedoch in einem modischen Crossover-Amalgam aufzulösen.
Das Lichtkonzept des Luzerner Lichtdesigners Michael Eigenmann läuft darauf hinaus, der wilden, mitunter Verwirrnis auslösenden Textebene eine Ruhe und langsame Kontinuität gegenüberzustellen.

Dieses Projekt verspricht ein musikalisches Zusammentreffen der ganz aussergewöhnlichen Art zu werden.
 
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