Programm aktueller und künftiger Veranstaltungen des Kunstraum Walcheturm




   Programm


   BESO - Beyond Sonification Festival
 
  Freitag, 16.Dez.16
  Freitag, 16.Dezember, ab 17 Uhr

Beyond Sonification - making audible sense to data – Ein Laboratorium für die Verknüpfung zwischen Auge und Ohr

Unter der Leitung von Kaspar König untersucht das Projekt Beyond Sonification die Interaktion von Bewegung, Ton und Farbe in Echtzeit in der Produktion von neuen Medien und Performances. Dafür wird eine Web-App verwendet, die Farbe in Klänge verwandelt. Somit kann ein bewegtes Bild als Klang gehört werden – eine sogenannte Sonifikation. Die Klänge bekommen eine weitere Bedeutung, wenn die technische Sonifikation zur künstlerischen Komposition verwendet wird.

Durch die Manipulation des für die Kamera-Sichtbaren wird sowohl eine visuelle, als auch eine akustische Kompositionsebene ermöglicht: Das Bild wird als Ton erkundet und umgekehrt. Diese Forschung wird mithilfe der Opensource Software durchgeführt, die von Studierenden der ZHdK entwickelt wurde. Diese Software wird für verschiedene Performance-Ideen eingesetzt.

Kaspar König ist als freischaffender Komponist und Klangkünstler tätig. Sein Designhintergrund wird in seinen erfundenen Instrumenten und Sound Installationen sicht- und hörbar. Kaspar König hat bereits bei zahlreichen Tanz- und Theaterproduktionen als Komponist gearbeitet und wirkte als Klangkünstler in verschiedensten Installationen und Performances.
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   1996: twenty years domizil
 
  Samstag, 17.Dez.16
  Samstag 17. Dezember 19:30h

Das Plattenlabel und Künstlerkollektiv Domizil kümmert sich seit zehn Jahren um die überhörten Möglichkeiten elektronischer Klänge. Seit der ersten Kassette 1996 hat Domizil 33 Publikationen veröffentlicht. Domizil ist eine Plattform für alles, was mit digitaler Kultur zusammenhängt. In erster Linie heisst das: Alternative elektronische Musik jenseits von kommerziellen Absichten und Stilfragen.

Domizil wurde in den Neunzigern gegründet – in der Blütezeit der experimentellen Musik und der Technoszene. Trotzdem war die Veröffentlichung von elektronischer und digitaler Musik damals noch nicht üblich – die Gründung von Domizil deshalb ein Akt der Selbsthilfe. Ein musikalisches und kuratorisches Projekt begann. Techno, digitale Musik, computerbasierte Kunst sowie selbstverwaltete Clubs und unabhängige Kunsträume zogen die Aufmerksamkeit der Gründer an, weil sie perfekt in ihr Konzept passten. Dank fortschreitender Technik wurde es immer normaler, auch zuhause Musik zu produzieren –im eigenen Domizil. Das teure Studio war nicht mehr nötig und das Improvisieren konnte beginnen.

Bis zu diesem Tag pflegt Domizil eine Wechselbeziehung zwischen Präsentation und Produktion. Das Kollektiv ist aktiv an der Schnittstelle elektronischer Musik, visuellen Künsten und – immer mehr – auch der Wissenschaft.

2016 feiert Domizil seinen 20.Geburtstag mit einem Konzert im Walcheturm. Ausserdem veröffentlicht das Label eine neue Platte – eine 4-CD Jubiläumsedition mit den bekanntesten Künstlern des Labels.
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   MONDRIAN ENSEMBLE
 
  Sonntag, 18.Dez.16
  Sonntag 18. Dezember 20:00

Imagination against numbers

Dieter Ammann (*1962)
Piece for cello / Imagination against numbers (1994-1998)
Après le silence für Klaviertrio (2005)
Gehörte Form – Hommagen für Streichtrio (1998)

Enno Poppe (*1969)
Fingernagel für Violine und Viola (2009)
Haare für Violine (2013-2014)
Trauben für Violine, Cello und Klavier (2004)

MONDRIAN ENSEMBLE

Ivana Pristašová Violine
Petra Ackermann Viola
Karolina Öhman Cello
Tamriko Kordzaia Klavier
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   Mirror Box - Trio Acanto
 
  Freitag, 13.Jan.17
  Freitag, 13.Januar 2017, 20:30 Uhr

Seit 1994 etabliert und erweitert das Trio Accanto das Repertoire für die Besetzung Saxophon, Klavier, Schlagzeug in der zeitgenössischen Musik.

Mit dem Programm Mirror Box stellt es zwei rein akustische Stücke Werken gegenüber, die elektronische Mittel auf verschiedene Art verwenden.

Aldo Clementis Tre Ricercari eröffnen das Programm mit quasi zeitlosem Kontrapunkt und heben dabei die schwierige Mischbarkeit der Klangfarben des Trios durch einfache Strenge der Wiederholung auf.

Die Frage nach musikalischer Identität ist bei Mirror Box (Flesh+Prothesis #3), wie in vielen Werken von Stefan Prins, an Fragen nach Körper und Fremdkörper gebunden. Das Bild des bei Amputationen benutzten Spiegelkastens, der helfen soll, Phantomschmerzen zu verhindern, wird hier musikalisch verwendet im mehrfach verschränkten Einsatz des Live-Klanges, dessen auskomponierter Transformation und Dekonstruktion.

Martin Schüttler schreibt zu xerox: «Die technische Reproduzierbarkeit hat die Kunst im 20. Jahrhundert verändert wie kaum eine andere Erfindung. Fragen nach Original und Kopie, nach Fälschung, Differenz, nach Echtheit usw. mussten fundamental neu gestellt werden ... Vielleicht hat sich das Verhältnis von reproduziertem Klang und Live-Klang inzwischen umgekehrt? Dann wäre der unveränderte Instrumentalklang heute die Fälschung ihrer wahrgewordenen Imitate.»
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   PLATO’S CAVE
 
  Sonntag, 15.Jan.17 - Sonntag, 22.Jan.17
  PLATO’S CAVE
Sound-Video-Installation und Performance von pulp noir

Performance: So, 15. / So, 22. Januar, 19:00 Uhr
Di, 17. Januar, 20:30 Uhr

Installation: Mo, 16. / Mi, 18. – Sa, 21. Januar, 11:00 – 21:00 Uhr
Di, 17. / So, 22. Januar, 11:00 – 18:00 Uhr

Sprache, Gesang Rahel Sternberg, Nina Salis
Geräusch, Musik Tobias Reber, Fred Bürki, Eric Hunziker, Vincent Membrez, Thomi Geiger, David Schnee
Körper, Schatten Tanja Turpeinen, Igor Mamlenkov
Video, Raum Julia Maria Morf

Konzept, Realisation Thomas Fischer
Sounddesign, Mix Thomas Winkler, Roman Frischknecht
Grafikdesign Roland Hausheer

Was ist echt und was ist Täuschung? Kann ein Hologramm, das ja selber nur Licht ist, einen Schatten werfen? Was ist Wirklichkeit? In Zeiten zunehmender Verunsicherung stellen sich vermehrt Fragen nach der Realität, dem verschwimmen von Grenzen einerseits und einer wachsenden gesellschaftlichen Fragmentierung andererseits. In diesem Zusammenhang gewinnt Platons Höhlengleichnis an Aktualität. Darin vergleicht er die Menschen mit Gefangenen in einer Höhle, die nur Schattenbilder der Realität sehen, die sie aber für die Wirklichkeit halten. Der einzige Weg aus der Höhle ins Licht ist der Weg der Philosophie. Tatsächlich ist die Befreiung aus der Unwissenheit durch die Philosophie gescheitert, nicht zuletzt aufgrund der Konkurrenz zahlreicher Angebote absoluter Wahrheit seitens philosophischer Schulen.
Die Installation „Plato’s Cave“ von pulp.noir inszeniert das platonische Höhlengleichnis.
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   Scott DuBois Quartet
 
  Montag, 30.Jan.17
  Konzert 30. Januar 2017, 20:30 Uhr

Scott DuBois Quartet

Scott DuBois / guitar
Gebhard Ullmann / tenor saxophone + bass clarinet
Thomas Morgan / bass
Kresten Osgood / drums

Ein Fabrikjazz Konzert


   Kimmig-Studer-Zimmerlin mit John Butcher
 
  Donnerstag, 02.Feb.17
  Konzert 02. Februar 2017, 20:00 Uhr

Trio Kimmig-Studer-Zimmerlin mit John Butcher
Raw CD release tour

Kimmig - Studer - Zimmerlin sind zusammen ein hochkarätiges improvisierendes Streichtrio, das seit vielen Jahren kontinuierlich zusammenarbeitet. Mit viel Spielfreude, Erfahrung und unterschiedlichen Mitteln - freie Improvisation, Konzepte, Kompositionen - bewegt sich das Trio unbefangen in einem stilistisch weit gespannten Feld. In der klassischen Musik zählen Streichtrios zu den häufigsten kammermusikalischen Besetzungen, im Jazz sind sie hingegen eine Rarität. Aufgrund seines Instrumentariums unterscheidet es sich aber auch von klassischen Streichtrios dadurch, dass es mit Violine, Violoncello und Kontrabass besetzt ist.

John Butcher begann in den 80ern professionell Saxophon zu spielen. Er arbeitet sowohl mit Jazzformationen, zeitgenössischen Tanzgruppen als auch mit Musiktheaterensembles zusammen. 1984 begann er mit Phil Durrant und John Russell im Trio zu spielen - später kamen dann Radu Malfatti und Paul Lovens dazu. Seine erste LP brachte er 1985 mit dem Pianist Chris Burn heraus. Er spielte u.a. bei Derek Bailey´s Company Weeks, dem Spontaneous Music Ensemble von John Stevens, dem Phil Minton Quartet und bei den London Skyscraper von Butch Morris.


   Kimmig-Studer-Zimmerlin mit Paul Lovens (dr)
 
  Donnerstag, 27.Apr.17
  Konzert 27. April 2017, 20:00 Uhr

Trio Kimmig-Studer-Zimmerlin mit Paul Lovens


   Kimmig-Studer-Zimmerlin mit Corina Schranz und Christian Dierstein
 
  Donnerstag, 04.Mai.17
  Konzert 04. Mai 2017, 20:00 Uhr

Trio Kimmig-Studer-Zimmerlin mit Corina Schranz (voc) und Christian Dierstein (perc)




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