Programm aktueller und künftiger Veranstaltungen des Kunstraum Walcheturm




   Programm


   neuverBand - Circles
 
  Montag, 04.Feb.19
  4. Februar 2019, 20:00 Uhr

Anne-May Krüger, Mezzosopran
Victor Barceló, Schlagzeug
Anja Clift, Flöte
Estelle Costanzo, Harfe
Anne-Laure Dottrens, Viola
Dino Georgeton, Schlagzeug
Lukas Rickli, Klavier
Ellen Fallowfield, Violoncello
Alicja Pilarczyk, Violine
Zoé Pouri, Violine
Valentina Strucelj, Klarinette
Mike Svoboda, Dirigent

Programm:
Luciano Berio - Circles (1960)
für Frauenstimme, Harfe und 2 Schlagzeuger

Mike Svoboda - Piangero la sorte mia (2018, UA)
für Mezzosopran, Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine und Violoncello

Stefano Gervasoni - Due Poesie Francesi di Rilke (1995)
für Mezzosopran, Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier und Streichquartett

Nicolas von Ritter-Zahony - Neues Werk (2018, UA)
für Mezzosopran, Harfe, 2 Schlagzeuger und Streichquartett


   Séverin Guelpa - MATTER FOR DISSIDENCE
 
  Freitag, 08.Feb.19 - Sonntag, 03.Mär.19
  08. Februar - 03. März 2019

Vernissage
8. Februar 2019, 18:00-22:00 Uhr

Ausstellungsdauer
9. Februar - 3. März 2019

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Samstag, 14:00-19:00 Uhr

Eine Ausstellung über das Leben "Off Grid", ein Leben ausserhalb des üblichen Rahmens und die Fähigkeit, eigene Werkzeuge zu entwickeln.

In der Mojave-Wüste hat Séverin Guelpa die letzten Jahre teilweise verbracht und gearbeitet. Amboy, ein verlassenes Dorf an der Südgrenze des Tals des Todes, wo im Sommer die Temperaturen auf fast 50 Grad steigen, hat er zum Ausgangspunkt seines Projekts Matza gemacht. Unter dem Eindruck dieser Arbeit hat er für die Ausstellung „Matter for Dissidence" eine neue Installation entwickelt, die von der „Off Grid"-Kultur und den Lebensbedingungen in der Wüste inspiriert ist. 
Der Begriff „Off Grid" wird für autonome Behausungen benutzt, die nicht ans amerikanische Stromnetz angeschlossen sind. Weiter gefasst, charakterisiert er einen Lebensstil ausserhalb existierender Systeme, basierend auf Prinzipien der Autarkie, der Nachhaltigkeit und der Nähe zur Natur, besonders verbreitet in den Wüstengebieten im amerikanischen Westen. 
Da Séverin Guelpa seit mehreren Jahren seine Arbeit hauptsächlich in situ entwickelt, interessiert er sich für die Energien der Natur, die er plastisch übersetzt, indem er auf Rohmaterialien und auf häufig dem Baugewerbe entliehene Techniken zurückgreift. Seit 2014 setzt er sich regelmässig mit wüstenartigen Gebieten wie den amerikanischen und chilenischen Wüsten, den mongolischen Steppen, den tunesischen Kerkennah-Inseln, den Strassen von chinesischen Städten oder auch den Gletschern der Alpen auseinander. Mit Matza, einem Manifest aus dem gleichen Geist, holt er nach und nach Kunstschaffende und Wissenschaftler dazu, um zusammen in diesen Regionen zu arbeiten und über die Mittel der Kunst zur Entwicklung dieser Gebiete und zur Emanzipation ihrer Bewohner nachzudenken. 
„Matter for Dissidence" schliesst direkt an die Publikation „Energy as a Vehicle" von Séverin Guelpa an, die er am 27. September 2018 im Kunstraum Walcheturm präsentiert hat. Dieses Projekt ist zudem die erste Etappe einer Arbeit, die sich anlässlich eines Aufenthalts und einer Ausstellung in Joshua Tree (USA) in der Wüste fortsetzen wird. 

[https://guelpa.ch/]
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   Nexus Reed Quintet - Bach Extended
 
  Samstag, 16.Feb.19
  16. Februar 2019, 20:00 Uhr

Marita Kohler, Oboe/ Englischhorn
Annatina Kull, Klarinette
Sandro Blank, Sopransaxophon
Nicola Katz, Bassklarinette
Maurus Conte, Fagott

Programm
J. S. Bach (1685-1750) - Fantasie und Fuge in g-Moll, BWV 542, arr. Maurus Conte
J. S. Bach (1685-1750) - Englische Suite Nr. 3 in g-Moll, BWV 808, arr. Marita Kohler
Mithatcan Öcal (*1992) - Avis Nocturna (2017), für Reedquintet

und Ausschnitte aus:
Gilles Silvestrini (*1961) - Boulevard des capucines (1984/85), für Oboe solo
Elliot Carter (1908-2012) - Inner Song (1992), für Sopransaxophon
Hans Ulrich Lehmann (1937-2013) - Mosaik (1964), für Klarinette Solo
Iris Szeghy (*1956) - Preludio e Danza (1992), für Bassklarinette solo
Tôn Thât-Tiêt (*1933) - Jeu des cinq éléments II (1982), für Fagott solo

Das mehrfach preisgekrönte Holzbläserquintett NEXUS spielt zwei Meisterwerke von Johann Sebastian Bach und kontrastierende zeitgenössische Solostücke. Es erwartet Sie ein besonderes Klangerlebnis aus verschiedenen räumlichen Perspektiven und mit wechselnden Instrumentenkombinationen.

Eintritt: CHF 25.-/15.-
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   Soyuz21 - Huellas
 
  Sonntag, 24.Feb.19
  24. Februar 2019, 17:00 Uhr

Sascha Armbruster, Saxophon
Philipp Meier, Klavier
Julien Annoni, Perkussion

Programm:
Christian Winther Christensen - Being Apu Sarkar (2009) 
für Altsaxophon, Klavier und Gläser

Kevin Juillerat - l'étang du patriarche (2017)
für Altsaxophon und Klavier

Peter Ablinger - Regenstück aus „Instruments &" (2006) 
für Saxophon, Klavier, Schlagzeug, Wasser und Resonanzkörper

Alberto Posadas - Huellas (2011) 
für Saxophon, Klavier und Schlagzeug

Die Komposition „Being Apu Arkar" des dänischen Komponisten Christian Winther Christensen schraubt sich mit Augenzwinkern voran und entwirft feinste glasklare Klangbilder. Entstanden ist das Trio aus der Oper „The Documantation", in der ein Mann mit seinem Einverständnis verspeist wird. Ganz anderen Quellen folgt Kevin Juillerat in seinem „L'Étang du Patriarche". Er lässt sich von Mikhaïl Boulgakov's «Le Maître et Marguerite» inspirieren und wirft einen Blick zurück in die Musikgeschichte zu den Sonaten von Brahms und Beethoven. Peter Ablinger lässt in seinem „Regenstück" mittels der Installation eines Beckens, in das Wasser aus einem nassen Lappen tropft, Zufallsfaktoren in seine auskomponierte „Regen"-Partitur fliessen.
Der zweite Teil des Konzerts ist einem längeren Werk gewidmet. „Huellas" von Alberto Posadas spannt in seinem Werk einen grossen Bogen, wandernde Klangerscheinungen entstehen, immer wieder werden neue Spuren verfolgt, verformt und verworfen.

Eintritt: CHF 25.- / 15.-


   UMS 'n JIP - Latinoamerica Project
 
  Montag, 04.Mär.19
  4. März 2019, 20:00 Uhr

UMS 'n JIP
Ulrike Mayer-Spohn, Blockflöten/Elektronik
Javier Hagen, Stimme/Elektronik

Programm:
Jaime Oliver (Peru) - Neues Werk (2019), UA

Leonardo Idrobo (Col/CH) - sandkorn (2018/9), UA

Thiago Cury (Brasilien) - Neues Werk (2019), UA

Franco Pellini (Arg) - Neues Werk (2019), UA

Sandra Gonzalez (Arg) - Espacio Onirico (2019), UA

Tania Rubio (Mex) - Neues Werk (2019), UA

Marcelo Delgado (Arg) - Voice Machine (2018/9), UA der Neufassung


Das Latinoamerica Project ist ein mehrjährig angelegtes Projekt, dass 2015 - analog zu den Ostasienprojekten des Duos in China, Hong Kong, Japan, Korea, Taiwan, Malaysia, Thailand und den Philippinen - initiiert wurde und kompositorische, musikpädagogische und künstlerische Austauschprojekte schwerpunktmässig in Mexiko, Kolumbien, Peru, Brasilien und Argentinien beinhaltet. Das aktuelle Programm stellt Werke der jüngeren Komponistengeneration vor: Sämtliche Werke wurden während mehreren Aufenthalten in Lateinamerika mit den KomponistInnen vor Ort entwickelt und einstudiert. Deren Ästhetik ist denkbar heterogen, auch wenn sich in der Gruppe verschiedene Gemeinsamkeiten ausmachen lassen: politisches Engagement, Sensibilisierung für native Instrumente/Timbres und harte Schnitttechniken. Das Programm bietet nicht nur ein äusserst abwechslungsreiches klangliches Panorama, sondern auch einen spannenden Einblick in das Schaffen der jüngsten lateinamerikanischen Komponistenszene.

UMS ´n JIP (Ulrike Mayer-Spohn, Javier Hagen) sind eines der produktivsten und aktivsten Neue Musik-Labors der Gegenwart: Über 1000 Konzerte in über 40 Ländern, verbunden mit mehr als 250 Auftragswerken haben UMS 'n JIP seit 2007 gespielt und dabei einzelne Werke - dies ist für Neue Musik beinahe einmalig - über 100 Mal performt. In Lateinamerika sind sie seit längerem regelmässig zu Gast: 2018 produzierten sie dort im Auftrag des Festivals Nueva Opera de Buenos Aires FNOBA in Zusammenarbeit mit dem Centro de Experimentacion des berühmten Teatro Colon in Buenos Aires mit La Noche de la Bestia eine partizipative Oper mit Kindern aus den Slums von Buenos Aires. Ihre Arbeiten als Komponisten wie Interpreten wurden bisher mit mehr als 25 internationalen Preisen gewürdigt.

Eintritt: CHF 20.- / 15.-


   Close Encounters – Antinomien
 
  Dienstag, 12.Mär.19
  12. März 2019, 20:30 Uhr

Ensemble Georgia Modern
Lela Mchedlidze, Violine
Teimuraz Kharadze, Viola
Sandro Chijavadze, Violoncello
Reso Kiknadze, Saxophon
Nino Jvania, Klavier

Christoph Delz- Klavierquartett, op. 2 (1975/76)

Giorgi Papiashvili - Antinomy (2018, UA)
für Klavierquartett

Demetre Gamsachurdia - Aëlvardeba (2013/18)
für Streichtrio

John Zorn - Passagen (2011)
für Violine solo

Reso Kiknadze - Laudamus (2007)
für Saxophon, Violoncello und Klavier

Seit über zehn Jahren bringt das Festival Close Encounters junge und etablierte Musikerinnen und Musiker aus der Schweiz und Georgien zusammen.
Im Rahmen der sechsten Ausgabe ist das junge georgische Ensemble Georgia Modern zu Gast bei der ignm zürich. 2017 gegründet, ist es das erste Ensemble seines Landes, das sich ausschliesslich der Interpretation und Verbreitung zeitgenössischer Musik widmet. Die Kammermusikformation setzt sich zusammen aus DozentInnen des Tifliser Konservatoriums und ist 2018/19 erstmals bei Close Encounters zu hören.
Das Georgia Modern präsentiert ein internationales Programm mit etablierten Komponisten und Nachwuchskünstlern: Neben Werken von Christoph Delz (CH) und John Zorn (USA) bringt es aus seinem Heimatland das Stück "Laudamus" für Saxophon, Violoncello und Klavier (2007) des Komponisten und Saxophonisten Reso Kiknadze mit, der sich zwischen zeitgenössischer Musik und Jazz bewegt. "Laudamus" basiert auf Impressionen und Erlebnissen seines Landes und seiner dortigen Kindheit. Ebenfalls aus Georgien stammt Giorgi Papiashvili, von dem das neue Werk "Antinomy" (2013) zu hören sein wird. Den Bogen zwischen den geografischen Festivalpolen schlägt eine Neubearbeitung des Streichtrios "Aëlvardeba" (2013/18) vom jungen schweizerisch-georgischen Komponisten Demetre Gamsachurdia. Der Titel lässt sich mit "(etwas) wird wieder aufleuchten" übersetzen und beschreibt damit das Wiederkehren und Verschwindenden von Reibung, Puls und Schwingung im Stück.

Unterstützt von Pro Helvetia, Schweizerische Botschaft in Georgien, Stadt Zürich Kultur, Stanley Thomas Johnson Stiftung, SüdKulturFonds, Stiftung Christoph Delz, Stadt Tbilisi, Kanton Zürich u.a.


   Love in the Time of Social Media
 
  Samstag, 16.Mär.19 - Samstag, 06.Apr.19
  16. März - 6. April 2019

Mit Kunst und Filmen von:
Sophie Calle, Lauren Wy, Keren Cytter, Jon Rafman, Sabian Baumann, Jenny Rova, Sophie Dros, Mikhail Karikis, Shu Lea Chang, Tova Mozard, Stefan Botez, Himali Singh Soin, Navid Tschopp, Hito Steyerl, Johanna Bernhardson u.a.

Kuratiert von Olga Stefan

Die Ausstellung „Love in the Time of Social Media“ analysiert wie sich das Konzept der Liebe in den letzten 3000 Jahren entwickelt hat. Ein besonderer Fokus liegt auf der Moderne mit dem Kapitalismus und der Industrialisierung, die unsere Gemeinschaften und die menschlichen Beziehungen transformiert hat, ein Phänomen, das wir mit dem Aufkommen des Internets und der sozialen Medien erneut erleben. Diese radikalen Transformationen destabilisieren die fragile Balance zwischen öffentlichen und privaten Räumen, ermöglichen Veränderungen in unseren persönlichen Identitäten und gesellschaftlichen Werten und versprechen, unsere ganze Gesellschaft zu revolutionieren. Doch trotz der Möglichkeiten dieser neuen Wege zu interagieren und "lieben", waren wir noch nie so isoliert und allein. Als Folge des Cambridge Analytica-Skandals, der offenbarte, wie gründlich unsere Emotionen und Gedanken überwacht werden, vorhergesagt und manipuliert von Algorithmen in den Sozialen Medien, die wir nutzen, um Bindungen einzugehen, fragt sich, was von der Liebe bleibt. Und wenn wir tatsächlich noch lieben können, kann das als Widerstand gegen die Geschlossenheit von Gesellschaften, den Aufstieg von Hass und Entmenschlichung infolge von immer zerstörerischen rechten und neoliberalen Politiken funktionieren? Ist diese neue Form von Liebe so radikal wie die Flower-Power-Bewegung, treibt sie uns an, Geschlecht, das Paar, Sex, Gemeinschaft, Freundschaft und Moral wieder neu zu definieren?

20. März & 4. April 2019
Filmvorführungen

23. März 2019
Vortrag von Dr. Eva Illouz; in Zusammenarbeit mit Omanut

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