Unbenannt (4)

Sonntag 17.05.2026   20:30 - 22:00

Ensemble Aventure: Inside Out

Ensemble:

Phoebe Bognár, Flöte
Andrea Nagy, Klarinette
Wolfgang Rüdiger, Fagott
Delphine Gauthier-Guiche, Horn
Akiko Okabe, Klavier
Nicholas Reed, Schlagzeug
Friedemann Amadeus Treiber, Violine
Ellen Fallowfield, Violoncello
Katharina Schmauder, Viola
Johannes Nied, Kontrabass
Beltrán González, Artistic Management

Programm: 

Luis Antunes Pena (*1973)
Nomás (2015)
für Ensemble und Elektronik

Séverine Ballon (*1980)
Chanst partagés (2023-24)
für Violoncello und Zuspielung

Katharina Rosenberger (*1971)
blur (2019)
für Ensemble

Teresa Carrasco (*1980)
Lummellundagrottan (2012)
für Schlagzeug, Violoncello und Naturelemente

Micha Seidenberg (*1984)
Neues Werk (2026) (UA)
für Ensemble und Elektronik

Insight Out - in Kooperation mit dem Institute for Computer Music and Sound Technology – Zürcher Hochschule der Künste
Tickets reservieren per Mail mit Datum, Name und Anzahl Tickets an reservation@walcheturm.ch

Türöffnung und Abendkasse ab 30 Min. vor Veranstaltungsbeginn, reservierte Tickets bitte spätestens 15 Min. vor Veranstaltungsbeginn abholen.
Nur Barzahlung möglich.

Was geschieht, wenn das Alltägliche zum Rohstoff wird? Wenn Feldaufnahmen, Wettergeräusche, Stadtlärm und die Resonanzen unserer Gebäude nicht mehr nur Hintergrund sind, sondern Material für imaginierte Klangräume? Der heutige Abend erkundet die Schwellen zwischen Innen- und Außenwelt, zwischen dem, was uns umgibt, und dem, was wir daraus formen. Inmitten einer zunehmend digital geprägten Welt setzen die heutigen Werke auf eine sinnliche Rückbindung an den konkreten Raum: Teresa Carrasco verwebt Naturmaterialien, Cello und flüsternd gesprochene Poesie zu einem klanglichen Abbild der gotländischen Höhle Lummellundagrottan. Katharina Rosenberger lässt in blur nächtliche Städte flimmern – wie Lichtreflexe auf Asphalt. Micha Seidenberg lotet in seinem neuen Werk die Grenze zwischen Innen- und Außenwelt aus: Wo endet der Körper, wo beginnt der Raum? Klang wird hier zur Membran zwischen beidem. Dieser Abend fragt nicht, wie Kunst die Realität abbildet, sondern wie sie neue Realitäten erschafft. Er setzt der digitalen Flüchtigkeit eine konkrete Sinnlichkeit entgegen – und lädt dazu ein, genauer hinzuhören: auf das, was im Alltäglichen oft verborgen bleibt.