efnmz sextett 600x300

Konzert

Samstag 16.05.2020   20:00

Ensemble für Neue Musik Zürich - Ustwolskaja / Neuman / Stöckli, UA

ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
Aurélien Tschopp, Horn
Viktor Müller, Klavier
Lorenz Haas, Schlagzeug
Daniela Müller, Violine 
Nicola Romanò, Violoncello
Daniel Sailer, Kontrabass

Bruno Stöckli, Leitung

Programm: 
Galina Ustwolskaja - Klavier Sonate Nr. 4 
für Klavier solo

Yoshua Neuman - Klang aus der Steppe, UA
für Flöte, Klarinette, Horn, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Kontrabass

Bruno Stöckli - Getönt (1997) 
für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello

Bruno Stöckli - Souvenir I-III (2016)
für Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello 

 
Bruno Stöckli - Makadam (2019), UA 
für Flöte, Klarinette, Horn, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Kontrabass

Eintritt: CHF 30.- / 20.-

Bruno Stöckli (1960) studierte am Konservatorium Zürich (Horn) und absolvierte die Ausbildung zum Kapellmeister an der Musikhochschule Basel. (Unterricht bei Antal Dorati, Horst Stein, Lothar Zagrosek, Raiph Weikert u.a.) Er studierte Komposition bei H. U. Lehmann und nahm an Kompositions-Workshops von Mauricio Kagel und Luciano Berio teil. Viele Jahre arbeitete er mit dem Ensemble für neue Musik, Zürich zusammen und leitete daneben das Ensemble Theater am Gleis TAG in Winterthur. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit leitet er heute das Orchester der Stadt Burgdorf und unterrichtet an der alten und neuen Kantonsschule in Aarau, sowie an diversen Musikschulen. Lebt und arbeitet in Lenzburg.
 B.S.

Mit Bruno Stöckli arbeiten wir seit 1990 als Dirigent zusammen und wir haben seit 1994 9 Werke von ihm uraufgeführt. Makadam wird die zehnte UA sein.HPF

SOUVENIR I-III (2016): 
Bruno Stöckli schreibt: 
Souvenir: Erinnerungsstück.
 Se souvenir (frz.): sich erinnern, gedenken.
 Im Verlauf von Edgard Varèses Hyperprism taucht ein Akkord auf, der mich schon seit einigen Jahren beschäftigt. Nicht der Akkord als solcher fesselt unsere Aufmerksamkeit – seine Struktur ist nicht besonders interessant – vielmehr ist es die Art und Weise seines Auftauchens, die scheinbare Unmittelbarkeit, mit der er – wie viele Klangobjekte in Varèses Musik – in das zeitliche Gefüge eintritt: als reine Präsenz sozusagen, wie ein Meteorit, der scheinbar ohne Herkunft in die Ebene der Zeit einschlägt und der in Souvenir I-III einen vielfältigen Echo-Raum findet: so zu Beginn, wenn er, als erinnertes Objekt, in ritueller Wiederholung nichts als sich selbst erinnert (bis allmählich ein komplementäres Element das statische Geschehen belebt und schließlich mit seiner ornamentalen Gestik überwuchert); so in Souvenir II, wenn unser Akkord ein neues harmonisches Material generiert oder im dritten Teil seine homophone Struktur ganz in Figurationen auflöst.