22 12 14 Mondrian Ensemble

Mittwoch 14.12.2022   20:00

Mondrian Ensemble - Flow my Tears

Mondrian Ensemble:
Ivana Pristašová Zaugg, Violine
Petra Ackermann, Viola
Tamriko Kordzaia, Klavier


Programm:
Wolfgang A. Mozart (1756 – 1791) - Adagio aus der Sonate D-dur KV 7 (1763/64)

Roland Moser (*1943) - Adagio ...von einem ganz sonderbaren goût (1978)

John Dowland (1563-1626) - aus «First & Second Books of Songs or Ayres»: If my Complaints could Passions move, Flow my Tears
(arrangiert für Violine, Viola und Klavier)

Benjamin Britten (1913-1976) - Two Pieces for Violin, Viola and Piano (1929) Lachrymae (Reflections on a Song of Dowland) op. 48 (1950)

Martin Jaggi (*1978) - DRA für zwei Violen (2014/2021), SEA der Version für zwei Violen

György Ligeti (1923-2006) - aus Études pour Piano (1er livre) No. 5 »arc-en-ciel«

Detlev Müller-Siemens (*1957) - Distant traces für Violine, Viola und Klavier (2007)

 

 

Das Programm »Flow my Tears« ist eine musikalische Spurensuche. Inspirationsquelle für die Wahl der Stücke war das Klaviertrio «distant traces» von Detlev Müller-Siemens, das er im Jahr 2007 für ein Hamburger Erinnerungskonzer t an seinen einstigen, im Jahr 2006 gestorbenen Kompositionslehrer György Ligeti, komponiert hat. Die Suche nach Spuren in der Musikgeschichte, nahen und entfernten, dem, was in den musikalischen Atavismen noch zum Ausdruck drängt, soll in diesem Programm beleuchtet werden. Das Mondrian Ensemble hat ein Programm zusammengestellt, das Querverbindungen, Vorlieben und Leidenschaften von Komponisten hörbar macht und Einblicke in die Geschichte des musikalischen Handwerks öffnet. Roland Moser, dessen Kompositionen sich oft auf historische Gattungen oder Einzelwerke anlehnen, hat zum Adagio KV 7 des siebenjährigen Wolfgang Amadeus Mozart eine Paraphrase «Adagio … von einem ganz sonderbaren goût», geschrieben. Benjamin Britten war fasziniert vom alten, englischen Liedgut und bezieht sich in seiner Komposition «Lachrymae» auf die Lieder «Flow my Tears» und «If my Complaints could Passions move» von John Dowland. Martin Jaggi, der bei Detlev Müller-Siemens in Basel studierte, begibt sich bei seiner kompositorischen Arbeit häufig auf eine andere Art der Spurensuche und findet seine Inspiration in der Natur, Archäologie, der Zivilisationsgeschichte und der Ethnologie.