Sonar Quartett «Gran Torso»


  Freitag, 15.Mai.09
  Veranstaltungsraum
  15. Mai 2009, 20.30 Uhr

Konzert: Sonar Quartett «Gran Torso»

Susanne Zapf, Violine
Kirsten Harms, Violine
Nikolaus Schlierf, Viola
Cosima Gerhardt, Violoncello

Georg Katzer: 1. Streichquartett (1965)

Chico Mello: Ladainha (1989)

Sebastian Stier: Drei Skizzen (2007)

Helmut Lachenmann: Gran Torso (1971)

In Zusammenarbeit mit der IGNM Zürich www.ignm-zuerich.ch

  Konzert Freitag, 15.Mai.09, 20.30
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  Das Sonar Quartett wurde 2006 in Berlin gegründet und setzt seinen Schwerpunkt auf die Musik des 21. Jahrhunderts. Es arbeitet eng mit jungen Komponist/innen zusammen und spielte bereits sechzehn Uraufführungen. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist das Streichquartett von Sebastian Stier (geb. 1970), der in Berlin bei Hanspeter Kyburz studierte. Auch der Brasilianer Chico Mello (geb. 1957) wohnt in Berlin: Als Ausgangspunkt für seine Musik nennt er die Klänge aus seinem grossfamiliär geprägten brasilianischen Umfeld. Der dritte Wahlberliner im Programm ist Georg Katzer (geb. 1935), Komponist, Improvisator und Gründer des Studios für elektronische Musik an der Akademie der Künste Berlin.

Als Klassiker gilt mittlerweile Helmut Lachenmanns «Gran Torso». Aber kann ein Werk, das die Unvollständigkeit im Titel trägt, einfach so in die Ahnengalerie gestellt werden? ‹Torsohaft› erscheint vor allem die Klangerzeugung, die den mechanischen, realistischen Aspekt des ‹Tonmachens› ins Zentrum stellt, den Aspekt, der gewöhnlich zugunsten eines Wohlklangs ausgeblendet wird, dem man seine Herstellung durch Holz, Metall und Muskelkraft nicht mehr anhören soll. Dabei sollte es sich aber laut Lachenmann nicht um blosse Brechung des Klingenden handeln, sondern um ein «Aufbrechen und Aufbruch der Wahrnehmungspraxis in uns selbst»: De- und Konstruktives im selben Atemzug.

 
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